Devisenmarkt

Der Devisenmarkt ist der größte Finanzmarkt der Welt, auf dem täglich Währungen für über vier Billionen US-Dollar gehandelt werden.

Ein Devisengeschäft stellt den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von unterschiedlichen Währungen am Interbankenmarkt dar. Durch diese Handelsgeschäfte bilden sich Kursverhältnisse, der sogenannte nominale Wechselkurs.

Die wichtigsten und größten Teilnehmer am Devisenmarkt sind zweifelsohne die großen Banken, die Devisengeschäfte in Milliardenhöhe abwickeln, und somit starken Einfluss auf die Preisgestaltung der Wechselkurse haben. Hierbei werden Währungen stets in Paaren gehandelt. Es ist also nicht möglich beispielsweise nur den Dollar zu kaufen. Man tauscht immer gegen eine andere Währung.

Der Devisenhandel unterliegt keinen Börsenzeiten und ist auch nicht an bestimmte Börsenplätze gebunden. Der Handel erfolgt weltweit meist über die Finanzinstitute selbst und rund um die Uhr, üblicherweise jedoch nur werktags.

Seit einigen Jahren ist es auch privaten Investoren und Spekulanten über diverse Broker möglich, am Devisenhandel teilzunehmen. Es ist dem Händler an diesem Markt - gegenüber dem klassischen Aktienhandel - auch möglich, auf fallende Kursnotierungen zu setzen. Diese Geschäfte werden in der Regel mit einer Margin - einer Sicherheitsleistung des Spekulanten - hinterlegt, die sich üblicherweise zwischen 0,5% und 2% bewegt, wodurch sich eine Hebelwirkung ergibt, die in kurzer Zeit sehr hohe Gewinne oder Verluste ergeben kann. Es sind im Devisenhandel zum Beispiel bei 1,0% Margin lediglich 10.000 Euro als Sicherheitsleistung notwendig, um eine Summe von 1.000.000 Euro zu bewegen.

Da viele Broker bereits die Möglichkeit anbieten, Devisen über das Wochenende zu handeln, ergeben sich für den Spekulanten oft gute Gelegenheiten, durch Kursschwankungen aufgrund von zum Beispiel ausschlaggebenden Nachrichten gute Gewinne einzufahren.